kinder sind auf das wesentliche konzentriert; meistens. positive erfahrungen, die man in seiner kindheit durchlebte, die toll waren bleiben gerne in erinnerung, die anderen nicht. die negativen werden weggeschoben, ausgeatmet oder tief ins unterbewusstsein verschoben, wo sie nicht vergessen sein können, weil nicht aufgearbeitet im psychischen spectrum limitierter kraft.
so ist auch die mechanik der gegenwart angelegt. für uns unangenehmes wird weggedrängt. so gehen wir unseren eigenen weg, vermeiden das erklären unserer meinung, um etwaigem spott anderer menschen zu entgehen und beschränken dadurch den diskurs, der den kompromiss befördern könnte, den wir als gewinn für uns und andere anstreben könnten.
so wir diese destruktive haltung durchhalten, gewinnen diejenigen an motivation, die ihre meinung aus eigennutz stärker in den fokus der wahrnehmung der öffentlichkeit stellen, ohne sich an etwaigen kompromisslösungen zu beteiligen.
was uns zu der frage führt: "wer redet noch mit wem, wessen meinung akzeptieren wir eigentlich noch?" leben wir nicht auch in unserer blase und beschränken unsere kommunikation nur noch auf gleichgesinnte? welcher gegensätzliche standpunkt wird noch zugelassen, verschmilzt noch mit dem eigenen empfinden zugunsten aller?
wer stellt andere meinungen moralisch ins abseits; wer lässt die widerrede nicht mehr zu; wie ist das mit der eigenen moral? sie kann sich durch alle bevölkerungsgruppen ziehen, doch wer argumentiert noch gegen die moralisten dieser zeit, wer verlängert die eigenen fristen der resignation gegen vermeintliche dummheit, schwarz und weiß; spott und hohn?
wenn also mit zunehmenden alter negative erfahrungen nicht mehr weggestellt werden können, ausgeatmet werden können, weil es die eigene kraft, die eigene psyche nicht mehr zulässt und man sich deshalb nicht mehr argumentativ gegen konträre meinungen stemmen kann; stellt sich unzufriedenheit ein; unzufriedenheit ob der eigenen schwäche, denn schwächen sind gesellschaftlich nicht gewünscht und schon erkennen wir unser dilemma, oder schlimmer noch, wir verstehen es nicht.
wenn man jetzt die falsche abkürzung nimmt, landet man schnell bei denen, die die anforderungen an uns besser erklären können, die welt besser erklären können und immer im gegensatz zu uns die richtige lösung anzubieten scheinen. einfache lösungen in schwerer see.
"die zeit der manipulation beginnt!"
wo bleibt nun unser ich? die erfahrungen auf die wir bauten, die so belastbar schienen? verschüttet liegen sie brach im wirrwarr der angebote anderer menschen, die bewusst oder unbewusst einfluss auf unser leben nehmen, was ja nicht schlecht wäre, wenn das im offenen diskurs erreicht würde und nicht unserer eigenen schwäche geschuldet wäre, die den steten niedergang unserer willenskraft reflektierte.
die von aussen suggerierte wichtigkeit unserer person und das schlichte uns zuhören reicht meistens schon aus, um von unserer meinung abzuweichen, fremde strukturen zu übernehmen und schlimmsten falls als eigene erkenntnis denen zu verkaufen, denen es genauso geht wie uns.
gib einem menschen keinen respekt und keine anerkennung zur eigenen leistung und er treibt auf dem ozean des lebens dahin; so wie ein schiff welches im sturm ohne treibstoff mit gebrochenem ruder zu ankern sucht.
selbst der intelligenteste mensch benötigt anerkennung, respekt und die solidarität der mitmenschen um gesund zu bleiben. manipulierte menschen die die meinung anderer als ihre verkaufen gieren genau nach diesen mechanismen, weil sie gesellschaftlich wichtig genommen werden wollen.
gesellschaftlich verkannt, gar verbrannt zu sein mündet in angst verlust des selbstvertrauens und macht psychisch krank. psychische not ist in der gesellschaft verpönt, denn vermeintlich schwache menschen will niemand und so schließt sich der teufelskreis, der menschen hinterlässt, die irgendwie aufmerksamkeit erreichen wollen und sei es letztlich sogar mit gewalt.
so entstehen gefühlskalte menschen, weil ihnen die zum leben erforderliche empathie nie bereit gestellt wurde.
das dilemma der sogenannten außenseiter ist das ergebnis einer gesellschaftlichen entwicklung, die wir alle zu verantworten haben, deren verantwortung wir aber ablehnen und das ist das...
...."eigentliche dilemma!"
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