29 August 2014

digitale/innovation

langweilig zu werden ist das schicksal der meisten menschen, die die lichter der tech-wirtschaft bis tief in die nacht brennen lassen. 

diese industrien mögen zu den pulsierendsten und dynamischsten der welt gehören, und doch gehören jene, die im inneren des bienenstocks unaufhörlich an ihre prothetischen geräte andocken, zu den ödesten zeitgenossen.


an ihren früchten sollt ihr sie erkennen, sagt jesus in matthäus 7,16. auf der welt, die wir heute teilen, sind die früchte vollkommen geschmacklos. 

ich habe teenager, gestern noch überschwenglich, eloquent, interaktiv und vor persönlichkeit strotzend, nach drei monaten smartphone- oder ipad-besitz zu aphasischen zombies werden sehen. 

der junge wein stirbt noch an der rebe, und dionysos, der tellurische gott der ekstase, ist nirgends in sicht. 

es ist unwahrscheinlich, dass die nächste große digitale innovation ihn zu uns zurücklocken wird.

robert pogue harrisonin der faz vom 12. august 2014

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen