21 September 2021

mein/freund

ich war draussen, heute. er war noch da. was zu vermuten war. es überraschte mich nicht sonderlich; doch manchmal ist auch er draussen, manchmal drin; dann ist das nicht schlimm, denn wir wissen das ja; er war eigentlich immer da; hat mich noch nicht enttäuscht, eben wie ein echter freund. 

so wie ein kumpel auf den man sich verlassen kann, er gibt mir so eine fließende, in mich fließende ruhe, so eine art leichten Wellengang zu mir und bleibt meistens ruhig. 

nein er ist nicht mein Vater, der wäre auch nicht immer draussen, immer da. ruhig schon gar nicht. wenn er mal nicht mehr da wäre, wäre ich angefasst; verblüfft und vermutlich müsste ich weinen; was nicht wichtig ist; allenfalls würde er vermisst. 

ich habe schon oft mit ihm einsam einen getrunken; in gedanken versunken den nächsten schluck begrüßt, ich glaube er hätte mich nicht so sehr vermisst; was nicht zu beweisen ist. 

ich mag ihn so wie er immer auch ist und möchte noch etwas bei ihm sein; Vater rhein.

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