geschichten werden erzählt, heute nennt man das ein narrativ. ein solches ist die geschichte jeden so zu nehmen wie er ist. es gilt als tough und progressiv, wenn man sagt, man nehme jeden menschen so wie er ist.
was ist aber wenn man erkennt, dass der mensch nicht so ist wie er sich gibt? wenn er einen schutzwall um sich aufgebaut hat und innerlich nach hilfe schreit.
wenn das arrogant wirkende selbstbewusstsein nur aufgesetzt ist und ein emphatischer mensch dahinter schlummert, der sich nicht traut aus seiner deckung zu kommen?
das einfachste ist es jeden menschen so zu nehmen wie er ist, egal wie er ist, auch dann wenn er nicht so ist, wie er ist?
so bin ich eben! ist das nicht der hilferuf aus dem korsett eigener betäubung zum gesellschaftlichen zugang?
wie tough wäre es denn, wenn man helfen könnte den menschen in sein selbst zu begleiten, ihm zu zeigen, dass er mehr wert sein kann, als er zu zeigen bereit ist?
wenn dieser wille nicht besteht kann man ja immer noch dem narrativ nachleben, was sich seit ewigen zeiten durchsetzen will:
"nimm jeden so wie er ist."
p.s. der verdacht besteht, dass niemand den anderen so nimmt wie er ist, auch wenn er meint das wäre so. es ist nicht anmaßend zu vermuten, dass man helfen kann, das gegenteil ist der fall.
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