der alte mann spricht über seinen see. auf seine krücken gestützt und von seiner letzten ziege begleitet spricht er über diesen see, der nicht sein see ist, auch wenn er es gerne so hätte.
früher sagte er kamen die städter hier an den see um im schlamm zu baden, so wie in bad waldsee, aber hier war es eben umsonst. das wasser ist dunkel und undurchsichtig. an den ufern stehen wenige alte bäume und schilf und sträucher verdecken oft die sicht zum see.
ja klar, da vorne ist eine badebucht, aber da müsse man den weg hochlaufen das kann er mit seinen schlechten beinen nicht mehr. die ziege leckt am alten baum. die menschen hier in der gegend missgönnen, sagt der alte mann.
er will keine fremden geschichten hören, nicht wissen was mich hierherführt. früher waren mehr vögel da und die menschen haben den see vergrößert damals, für diese fabrik.
schlittschuh sind sie hier gelaufen in der jugend auf diesem see, damals als er noch zufror und die bäume am ufer wurden von den baggern weggenommen, damit wenn sie umkippten die wurzeln nicht einen graben hinterließen und der see ausliefe, so sagt er.
er wäre nur noch wegen der ziege da. seiner letzten; die anderen hätten sie ihm vergiftet, weil sie ihn los werden wollten; weil sein wohnwagen die schöne landschaft verschandelt.
er habe ein haus in österreich aber seine kinder stritten sich darum, keines seiner kinder sei verheiratet, oder lebte regelmäßig mit demselben partner zusammen. er selbst könne ja nicht zurück, wegen der ziege.
es beginnt zu regnen und die ziege sucht sich einen trockenen platz unter einem der letzten bäume. ich bin schuld daran, sagte der alte mann. ich habe ihnen keine intakte familie geboten. wer keine intakte familie kennt, hat auch kein interesse daran eine zu gründen; sagt der alte mann; am see.
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