23 Januar 2023

jein oder zweifelndes/ja

ja, wir sagen ja zu dem was wir eigentlich nicht wollen, doch vielleicht wollen, oder nicht wissen was wir wollen. wir sagen nicht nein, oder eher selten. es muss uns schon sehr schlecht gehen, wenn wir ablehnen in dieser konstellation.

warum das so ist? da gibt es nur vermutungen. vielleicht neigen wir eher dazu genügen zu wollen, unserem anspruch an uns selbst und dem anspruch anderer an uns. 

wird das ja sagen gesellschaftlich positiv bewertet und deshalb wählen viele menschen das nein gegen die eigene überzeugung nicht? stehen sie dann mehr im licht gesellschaftlicher akzeptanz? wird man so zum jasager manipuliert?

es kann aber auch nur einfach faulheit sein, die  mühe eine negative antwort erklären zu müssen, obwohl wir das nicht müssten, oder es ist beides zusammen.

hat man einmal ohne erklärung nein gesagt wird das nächste nein eher akzeptiert, weil erklärungen erwartet werden und sich viele menschen schlecht damit fühlen, wenn bewusst geschwiegen wird und aus diesem grund keine erklärung mehr einfordern werden/wollen.

das „zweifelnde ja“ steht jetzt nicht mehr an erster stelle und das nicht erklärte nein, wird so zum zusätzlichen faktor. 

zumindest wird die wahl wieder eröffnet, die wahl hin zur bewusst eigenen entscheidung, doch will man das?

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