es war einmal ein kleiner trompeter. das kleine orchester, in dem er spielte, akzeptierte ihn so, wie er war, solange er sich an seine position im ensemble hielt und das spielte, was er konnte.
der kleine trompeter, der wenig aufmerksamkeit in seinem leben erfahren hatte, wollte aber gehört und akzeptiert werden. so spielte er auf seiner trompete jedem vor, immer wieder, meistens ins ohr, selbst dann, wenn gar keine probe anstand, und wechselte dabei die stücke nach belieben. davon waren die mitglieder des orchesters nicht angetan und sagten dem kleinen trompeter, dass er sich doch bitte nicht so bevorzugen solle, weil das nur nervte zumal dann, wenn keinerlei zusammenhänge erkennbar wären.
der kleine trompeter aber meinte, dass er doch so viel besser als alle anderen spielen könne und nicht verstehe, weshalb ihn fast niemand mochte. nach seinem dafürhalten wäre eher das orchester daran schuld, dass er seine fähigkeiten nicht noch mehr ausspielen könne, weil sie ihn nicht verstünden. er versuchte also alles, um die aufmerksamkeit des orchesters und der menschen in seinem leben auf sich zu lenken.
das orchester spielte dadurch schlechter, weil der kleine trompeter oft verstimmt war und nicht akzeptieren wollte, dass niemand seine kunst erkannte. da der kleine trompeter ein gründungsmitglied des orchesters war, wollte ihm niemand weh tun, und die meisten mitglieder waren frustriert, und schwiegen lieber; einige erwogen sogar, das orchester aus diesem grund zu verlassen.
die lösung des problems ist vielschichtig und erfordert viel initiative und kraft, die man dem kleinen trompeter nicht bereitstellen wollte, zumal der sich uneinsichtig zeigte. das orchester konnte so nie mehr froh aufspielen, und der geduldete kleine trompeter hörte nie auf, sich in den mittelpunkt stellen zu wollen.
20/24
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