In dem Moment, in dem ich sage, dass Einwanderer nicht automatisch Deutsche sind, werdet ihr mir ohne Zögern die rechte Ecke zuweisen. Wenn ich darauf hinweise, dass die Bedürfnisse des eigenen Volkes genauso viel Beachtung verdienen wie die der Zugewanderten, wird dies bereits als ideologischer Fehltritt gewertet. Und sobald ich fordere, dass Kindergartenplätze nicht nach Herkunft, sondern nach objektivem Bedarf vergeben werden sollten, werde ich zum Ziel eurer Vorurteile.
Weise ich nüchtern darauf hin, dass die Häufung von Messerangriffen gegen Wehrlose ein beunruhigendes Phänomen ist, das früher in dieser Regelmäßigkeit nicht existierte, reagiere ich in euren Augen populistisch. Sobald ich die grundlegende Frage stelle, warum in unserem Land so vieles aus den Fugen gerät, wird meine Haltung als radikalisiert abgestempelt.
Hinterfrage ich, warum ausgerechnet Deutschland zum zentralen Zielpunkt von Fluchtbewegungen geworden ist, interpretiert ihr dies als Beweis für angebliche Intoleranz. Und wenn ich erkläre, dass ich nichts dringender ersehne als Ruhe und Sicherheit in einem Land, das ich als mein eigenes empfinde, stellt ihr den Anspruch in Frage, es überhaupt „mein Land“ nennen zu dürfen.
Drücke ich schließlich einen unaufgeregten, gesunden Stolz auf mein Land aus, werde ich mit dem Vorwurf des Nationalismus konfrontiert – oder gar Schlimmerem.
Doch wer hat euch das Recht verliehen, mich in solche ideologischen Schubladen zu stecken? Wer, außer einem Diskurs, der von euch gelenkt wird, könnte die Berechtigung dieser Fragen übersehen?
Welche Argumente bleiben euch, um den Zustand zu rechtfertigen, in dem immer mehr Menschen in Deutschland zu Opfern von Gewalt werden, während politische Akteure gebetsmühlenartig dieselben leeren Floskeln wiederholen?
Wo ist die Verantwortung? Wo bleibt die Umkehr? Wer erklärt uns, dass wir das Leben deutscher Bürger stillschweigend aufs Spiel setzen sollen? Wer hat uns in die Rolle von Märtyrern eines Systems gedrängt, das sich jeder Selbstreflexion entzieht?
In welchem Land leben wir, wenn die, die nachdenken und fragen, zu Feindbildern gemacht werden – und jene, die keine Antworten liefern, die Richtung bestimmen dürfen?
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