19 Februar 2025

Familie

Der Bannstrahl persönlicher Ereignisse, die sich zu einem Fiasko verdichten, trifft nicht nur mich. Ich hinterfrage mich noch – aber seltener. Vielleicht aus Bequemlichkeit. Vielleicht, weil Gedanken manchmal verschwimmen, Worte sich formen und entgleiten, kaum dass ich sie greifen will. Wie der Versuch, innezuhalten und auszuruhen.

Ich merke auf. War zu sehr im eigenen Trott, um zu sehen, was mich eigentlich trägt, wenn es schwierig wird. Was mich hält, ohne dass ich es täglich bemerke.

Meine Familie. Sie ist keine Ausnahme, kein Alleinstellungsmerkmal. Einfach meine Familie. Ein verlässlicher Ort, ein Gegengewicht. Mal Ruhepol, mal Rückhalt, mal Widerstand. Sie passen auf. Auf mich. Aufeinander. Greifen ein, lassen los. Erinnern mich an das, was ich selbst übersehe. Nicht, weil sie es müssen. Sondern weil es selbstverständlich scheint. 

Ich bewege mich in ihrem Raum, profitiere, stoße mich ab, kehre zurück. Die Grenze ist durchlässig, aber ich verlasse sie nicht. Zu vieles formt sich hier, wird aufgefangen, hinterfragt, gespiegelt. "Diese Projektionsfläche ist kein Schutzschild, sondern ein Bezugspunkt. Einer, der bleibt, solange ich ihn erkenne."

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