Offenheit ist es also, was gesellschaftlich verwundbar macht. Das ist doch irre. Aber die Wahrheit ist: Offen sein nutzt eigentlich niemandem, weil Akzeptanz nicht davon abhängt.
Offenheit wirkt nur dann „extern“, wenn sie von anderen aufgenommen wird. Ansonsten bleibt sie ein rein innerer Prozess. Sie ist ein neutraler Akt in sich selbst. Meist trifft sie auf gesellschaftliche Gleichgültigkeit, auf Missverständnisse oder unreflektierte Reaktionen – nur selten auf echtes Verständnis.
Wer sich dessen bewusst ist, kann alles veröffentlichen. Die vermeintliche Verwundbarkeit verliert ihren Schrecken, wenn man erkennt, dass die Resonanz der anderen nicht der Maßstab für den eigenen Prozess ist.
Rainer Schulz Feb.26
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