18 August 2022

besoffen/betroffen oder dunkel/gelbrot

die welt gegenüber geht mich nichts an, weil die nichts kann. ich wäre gerne der könig von einer besoffenen welt, sie hätte mich ganz sicher einbestellt. ich wäre gerne gekommen, denn die welt gegenüber geht mich nichts an, denn deren tage sind gezählt und an deren falscher blumenmauer kotzt der (vor)letzte soldat.

ich sehe das was mir fehlt und schaue deshalb niemals da rüber. diese schritte geh ich nicht mehr. bleibt ihr in eurer ach so heilen welt. letzte schreie kommen bei mir an, als ob ich etwas dafür kann. ich höre euch nicht mehr und stelle limettensaft gegen meinen kater her.

einmal im jahr mache ich die grenze auf, damit ihr euch rüberkämpfen mögt, dieses jahr nicht, weil dieser fremde jongleur sein eigenes licht bricht. doch er will das garnicht. ich schaue euch nicht hinterher, wenn ihr eure welt durchflutet mit den mängeln eigener lethargie, die euren übermenschen den reichtum schenkt, der dann eure schritte lenkt.

ich stehe am fenster und und schaue mir die schafherde an, hier steht (k)ein wolf. ich brauche eure freunde nicht. besorgte menschen, besorgte mienen, ihr steht auf euren eigenen schienen. geschenkt. 

die weichen sind gestellt und die ampel steht auf dunkel/gelbrot. betrügt euch weiter in eurer heilen welt ich habe euch da nicht hingestellt, so lebe ich lieber in meiner welt und meinem eigenen palast, auch wenn ihr mich letztlich dafür hasst.

p.s. naja, könig ist vielleicht etwas übertrieben, aber wenigstens kaiser, denn prinzen gibt es in der welt gegenüber genug.


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