oft schaut man ganz anders auf dinge in die man selbst involviert ist. wer engagiert sich einer sache/angelegenheit widmet wird selten neutral sein.
menschen engagieren sich, sei es beruflich und privat, weil sie ihren lebensunterhalt bestreiten, erstreiten müssen und ausgleich benötigen um ein lebenswertes leben führen zu können. was lebenswert ist, definiert jeder für sich, so er sich das leisten kann.
unterhalt und unterhaltung bestimmen also unser leben. das was wir für uns primär machen, verteidigen wir als unseren wert. dieser (lebens)wert ergänzt sich auch wenn man seine lebensform wechselt.
so gleich wechselt man dann aber auch seine perspektive. man schaut mehr von oben darauf was gewesen ist und was lange primär war, stellt sich vielleicht jetzt kritischer dar.
das ist alles menschlich und dient der eigenen entwicklung, doch das system ist stets primär, denn das sind die von menschen gemachten regeln, die man zwar zu seinem vorteil dehnen kann, deren grundlegende und solidarische veränderung aber sehr schwierig wird.
einzelne menschen und gruppen werden erfahrungsgemäß das system nicht positiv verändern, es sei denn irgendwann wird neid und missgünstiger egoismus abgeschafft. das ist aber bisher sehr selten gelungen und steht auch zukünftig nicht zu erwarten.
neid auf glückbringende lebensformen und innovativer ideen anderer ist so alt wie die menschen selbst, nur tarnt er sich gerne mit der maske zuversichtlicher empathie.
wem es also möglich wird dem system von oben praktisch losgelöst zuzusehen ohne übermäßig persönlich befasst zu werden, wer also schwebend den ist-zustand betrachten kann, ohne unglücklich zu werden, hat die ersten schritte zur entfaltung eigener ideen getan.
wer das versteht kann versuchen durch sein leben zu fliegen und dort zu landen, wo es ihm passt, vielleicht fliegt der eine oder andere sogar mit und das mit dem ziel des vorteils für unsere gesellschaft, das ist dann das wirklich spannende.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen