dieser spiegel spiegelt nur den moment. ein bild friert auch den moment ein. wenn man sich im spiegel fotografiert, ist das das momentum per se?
momente ketten sich zusammen, reihen sich aneinander, verquicken sich zu einem stabilen weltbild, wie unstabil das doch sein kann? in diesem moment erkenne ich genau das was ich sehe, meine realität, meine wahrheit entsteht.
im nächsten moment, verschiebt sich alles, wenn ich nur diesen halben schritt zurückkehre, beiseite gehe, oder zu dir stehe, mit mir und im nächsten moment ist dieser moment schon nicht mehr hier.
besitze ich als grundlage zur (eigenen) entwicklung (nur) diesen einen moment und weitere folgen vielleicht später? wäge ich ab, welcher moment, welche momentfolge, momentkette, meinen moment bestimmt? immer wieder, ständig?
sie kehren zurück die fragmente früherer erkenntnisse, die sich zu der eigenen erfahrung zusammengeschoben haben, deren (in)stabiles gefüge niemals von uns durchbrochen werden wird. niemals? wir lassen uns unsere momente nicht nehmen, warten auf neue und fügen so unsere lebensform zusammen?
das spannende am miteinander, gegeneinander, ist doch, dass jeder mensch seine momente favorisiert. das zulassen von vielen momentaufnahmen anderer menschen und das bewerten dieser erkenntnisse, sowie das übernehmen (oder ablehnen) in das eigene portfolio ist das, was man schlicht lernen nennt.
so lernt man sein leben lang eigene und fremde erkenntnisse zu verarbeiten, aufzuarbeiten für den eigenen umgang mit sich und anderen, um letztlich zu erkennen; dass man überhaupt nichts weiß und schon garnicht das (er)lernen so kennt, um anderen zu erklären, wie das "richtige leben" funktioniert.
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