30 November 2024

Zwischen Nebel und Licht: Die Ambivalenz des Augenblicks

Die Sonne kämpft sich mühsam durch den Nebel, als hätte sie die Schwere der Welt auf ihren Strahlen zu tragen. Nebelschwaden ziehen träge vorbei, verwaschen die Konturen, lassen die Dinge wie einen vergessenen Gedanken wirken. Alles scheint weniger klar, und doch ist genau das der Punkt, an dem wir hinsehen.

Es ist dieser flüchtige Augenblick, in dem die Natur uns ihre trübe Seite zeigt, uns zwingt, sie so zu nehmen, wie sie ist – unfertig, unvollkommen, beiläufig. 

Vielleicht ist es das, was uns am Nebel so seltsam anzieht: Er macht die Welt kleiner, ruhiger. Auch in uns, wo das Denken sich dann auflöst, und wenn der Nebel sich aufgibt, bleibt nichts als die Sonne, als hätte nichts davon je Gewicht gehabt.

Verfasst am 30. November 2024

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