25 März 2025

luftikus

„du atmest, wie ein luftikus, so leicht, so ungebunden – doch was, wenn deine luft nur die der anderen ist, jene, die dich sehen, die nicht wissen, wer du bist, aber glauben, zu wissen? du springst in dein leben, ohne es zu definieren, in eine flut, die du selbst nicht lenkst. sie sehen dich, und du wirst zur projektion dessen, was sie glauben, was du bist, als ob du von einer wand reflektiert wirst. sie umkreisen dein licht, aber das dunkel, das du trägst, bleibt nicht ihr interesse.

manchmal beneiden sie dich, doch was ist es, das sie wirklich begehren? der funken, den du in dir hast, oder die fassade, die du zeigst? ihr verständnis ist eine brille, die du nie wirklich selbst gewählt hast. du bist das objekt des blicks, doch du wirst nicht gesehen. du bist nicht das, was sie von dir erwarten, sondern das, was sie nicht verstehen können. deine grenzen definieren sich durch ihre wünsche, die nach deinem sein greifen – und du hast dich darauf eingelassen, das unbestimmte zu umarmen.“

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