freund sein. die definition verlangt energie. wer freunde hat, muss bereit sein, enttäuschungen hinzunehmen. wer keine hat, dem passiert das nicht. die balance muss stimmen zwischen eigenem und dem zuhörenwollen. das ist schwierig.
man will seine ruhe, doch der freund kommt. und man ist trotzdem für ihn da. kompromiss eben. wird da nie aufgerechnet? funktioniert der freund einfach, weil er ein freund ist? menschen wollen freunde, um sich gewürdigt, anerkannt zu fühlen. doch wo freundschaft beginnt, entstehen unausgesprochene ansprüche. freunde stellen keine forderungen – aber sie existieren dennoch.
wer ohne freunde auskommt, hat vielleicht ein problem damit, keine zu haben. wer welche hat, gerät in die dynamik dessen, was unausweichlich ist: der mensch und sein verlangen nach nähe, nach verständnis, nach einer statik, die ihn hält – vorübergehend oder langfristig.
doch am ende bleibt nur das: "teilnehmer sein." denn vielleicht ist „freund“ ein zu hoher anspruch, der nicht immer eingelöst werden kann. und vielleicht ist es das, was wirklich zählt – je nach erfordernis einfach da zu sein, oder eben nicht.
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