31 März 2025

musik im lebens

schöne musik – eines der wenigen dinge, die mich beflügeln, wenn man das so pathetisch sagen will. höre dir die musik an, die ein mensch mag, und du erkennst ihn. eine erkenntnis, die ich nicht nutze. mir genügen die augen. selbst sie sind nur ein zwischenstopp auf meinen wegen, die ich nicht suche und deshalb nicht finden kann. ich bin reisender, ausgeliefert dem leben, das genau dadurch spannend wird.

nichts bleibt. wer das versteht, begreift die wahre freiheit: das spiel mit dem eigenen leben. stoppen, weitermachen, innehalten – ganz nach belieben. es kostet nichts, höchstens das leben. das ist mir den einsatz wert. musik ist ein stück dieser spannung, ein stetiger wandel, so unbeständig wie mein musikgeschmack, der sich täglich ändert.

ich liebe die vielfalt. ebenso könnte, sollte, das leben sein – doch kaum jemand erkennt das. sie glauben, etwas sei unverzichtbar, und übersehen die chance, die sich entwickelt, wenn man es doch loslässt.

mich überfällt das leben, mehr und weniger. ich nehme beides hin: das pulsierende, vibrierende, aber auch die langeweile, die unzulänglichkeit, als stilles duett mit mir selbst.

die tür öffnet sich, schließt sich. ich warte nicht. vielleicht gehe ich später hindurch – oder nie. vielleicht liegt dahinter die musik, die mich in diesem moment berührt. wenn nicht, geht das leben weiter. bis der letzte hammer fällt. die stille kommt – und auch sie vergeht, wie alles andere zuvor.

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