01 März 2026

Passiert nicht

Kurze Fristen. Langwierige Verhandlungen. In einer Welt, die sich immer schneller dreht, zählt nur noch der Moment. Wir entscheiden kurzsichtig und handeln kopflos. Hauptsache, das schnelle Geld fließt heute – egal, ob morgen die Welt zusammenbricht.

Was dabei auf der Strecke bleibt? Fundierte Sätze. Reflektiertes Handeln. Tiefgründige Recherche. All das wird heute negiert, als Ballast abgetan, der den "Workflow" stört.

Wir befinden uns in einer absurden Logik: Wir wechseln fleißig Windeln, ohne zu wissen, woher der Nachschub kommen soll oder ob die Produktion überhaupt noch gesichert ist. Gleichzeitig ersticken wir die Unternehmer, die sie herstellen, unter bürokratischen und finanziellen Lasten. Es ist die "Scheiße", die am Ende übrig bleibt – und niemand sieht hin.

Das Schlimmste daran: Dieses sinnlose Verhalten wird sozialisiert. Es wird zur Norm gepusht. Wer kritisiert, gilt als Bremser. Wer den Unsinn mitmacht, macht Karriere. Wenn Despoten und Verrückte die gesellschaftliche Macht übernehmen, während die Mehrheit schweigend zusieht, wäre es Zeit, die Reißleine zu ziehen. Passiert nicht.

Rainer Schulz März26

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