das radio steht still in meinem zimmer, auf meinem lieblingstisch. wenn ich diesen knopf drehen würde, wäre die hölle entbrannt. klänge würden den raum fluten und die werbung ließe das wohlsein vermuten.
gespräche diktierten die eigene psyche und meine seele träte davor zurück. ich drehe das radio an und stelle die lautstärke sofort zurück. weil ich das radio jetzt nicht mehr deutlich hören kann, strenge ich mich besonders an, bin besonders zugewandt.
fixiert auf die geräusche die andere menschen entwickeln kürze ich somit meine eigene konzentration. dieser dreh an diesem knopf hat also mein leben verändert für diesen moment.
altbekannte melodien implodieren in meinem kopf, lassen ihn zurückbleiben in den alten zeiten vergangener klänge, die ich doch so gerne verdränge, weil mich neues mehr befreit von mir oder dem plötzlichen tod vergangener impressionen.
es sollte sich lohnen, doch das programm gefällt mir nicht, ödet mich an verstellt mein(e) (ge)sicht. so drehe ich den knopf in die andere richtung und höre meinen inneren applaus. das radio ist aus.
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