Wer im Kreisverkehr kreist, hat Vorfahrt. Punkt. Da können sich die Wartenden ärgern oder nicht. Wenn zwei Autos ständig kreisen, kann niemand einfahren, alle Wartenden kommen zu spät und ärgern sich. Aber das macht ja niemand. Leider. Denn wenn, würde die Toleranz der Wartenden strapaziert. Die Verkehrsregeln geben das aber her. Wir könnten stundenlang kreisen. Kreisverkehre wurden zum Kreisen geschaffen.
Jeder kann kreisen. Jeder, der will. Das Pferdefuhrwerk, der Panzer, die Schafherde, der Kran, Lastkraftwagen, Fahrräder – alles kreist. Die Ampel hat die Vorfahrt früher geregelt. Rot war Stopp, grün „Freie Fahrt.“ Da wurde nichts strapaziert. Man war nach einem gängigen Prinzip dran oder nicht.
Kreisverkehre lehren Solidarität, opfern sich auch für Toleranz und Empathie und werden meistens schön bepflanzt. Jeder kann sich seinen eigenen Kreisverkehr aussuchen, warten, einfädeln, kreisen, oder nur zuschauen – das ist ein einziges Glück.
Sie wollen Zebrastreifen im Kreisverkehr einbringen, damit auch Fußgänger bedingt kreisen können – tolle Idee. Die Grünen haben angeregt, vor jeder Einfahrt zum Kreisverkehr eine Ampel zu installieren und vor jeder Ausfahrt auch, damit die Verkehrstoten reduziert werden.
Ein Parteiloser strebt an, auch innerhalb des inneren Zirkels vor den Zebrastreifen Ampeln anzubringen, damit die kreisenden Fußgänger besser geschützt sind.
Es bleibt spannend, wie viel mehr Regeln wir für diesen so unstrukturierten Verkehrsfluss erfinden können! 2024
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