Der Frühling klopft an. Es wird wärmer. Menschen nutzen die ersten Sonnenstrahlen. Der Winter bleibt noch etwas, will noch nicht gehen. Die Laune wird beeinflusst. Sonne ist nicht gleich gute Laune. Oder doch? Man fühlt sich befreiter, befreit von dem Nebel, der wochenlang das Gemüt angriff, die positiven Gedanken nur ungern fließen ließ, die Anstrengung erhöhte, eine ausgeglichene Balance, eine stimmige Lebensführung zu erreichen.
Das Wetter scheint entscheidend zum Wohlgefühl beizutragen. Vielleicht ist meine Begegnung mit diesen Gedanken subjektiv. Jedenfalls lasse ich den Frühling zu mir kommen, ich lade ihn ein, erwarte ihn herzlich, entwickle ein Willkommen, wohl wissend, dass auch im Frühling nicht immer die Sonne scheint.
Aber er macht wieder mehr möglich. Begegnungen, die im Winter selten wurden, lassen sich leichter zulassen. Die Freude darauf wächst, vielleicht gerade weil sie sich zuvor so schwer angefühlt hat. Und vielleicht geht es auch darum, nicht nur den Frühling draußen zu begrüßen, sondern ihn ebenso in sich selbst zuzulassen – als Möglichkeit, als Bewegung, als ein leises, neues Beginnen.
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