die frage, die sich mir immer wieder stellt, ist: warum erkennen so viele nicht, was längst sichtbar ist? jene, die sich als intellektuelle vorhut der gesellschaft begreifen – warum bleibt ihnen verborgen, was sich seit jahren abzeichnet?
dieser frage stelle ich mich. fehlt mir die geduld, die langsamen verschiebungen zu deuten, oder fehlt euch der wille, die eigene bequemlichkeit zu hinterfragen? was hält euch ab, euch aus der trügerischen sicherheit zu lösen, die ihr leben nennt? ist es wirklich die sorge um verlust oder längst die unkenntnis darüber, was es zu bewahren gilt?
wo bleibt der aufschrei? geopolitische interessen diktieren unser schicksal, während ihr euch in euren wohlstandsinseln eingerichtet habt. die rolle der schafe, die sich vor den wölfen ducken, scheint akzeptiert. doch was, wenn die wölfe längst mitten unter euch sind?
wärt ihr bereit schlangen zu sein, die zustoßen, bevor der wolf erneut zuschlägt? elefanten, die sich ihrer stärke bewusst sind und den löwen zur randfigur machen? oder krokodile, die nicht nur im eigenen terrain beute machen, sondern sich auch an land behaupten?
niemand wird euch retten. solidarität ist längst keine währung mehr, sondern kalkül. wer auf hilfe hofft, hat die spielregeln nicht verstanden. diese zeiten waren vielleicht einmal da – wenn überhaupt. jetzt zählen eigenverantwortung und widerstand. wer sich darauf nicht besinnt, wird dem sturm nichts entgegensetzen.
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