Haare sind mehr als Körper – sie sind Stimmungen, Geschichten, Verbindungen. Im Friseursalon das stille Ritual des Waschens, mehr als Schmutz geht ab – vielleicht ein Teil des Anspruchs an sich selbst. Haare schneiden heißt Loslassen, Veränderung sichtbar machen.
Scheren trennen Haare, Gewohnheiten, Sorgen. Der Friseur, ein stiller Zeuge, dem man heimlich intime Gedanken offenbart. Haare tragen Persönlichkeiten, zeigen Individualität und zugleich Eitelkeit, gesellschaftlichen Druck.
Haarwachstum, eine Selbstverständlichkeit, ein stiller Widerstand gegen Vergänglichkeit. Während wir trimmen, stylen, ordnen wir das innere Chaos.
Der Salon ist Ort der Transformation, des Bekenntnisses. Jeder Schnitt erzählt eine Geschichte, jede Strähne fällt. Haare, die Farbe wechseln, erzählen haarklein unsere Geschichten – à la couleur, beim Friseur.
P.S. Meine alte Mütze steht mir gut.
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