28 Juli 2025

2008

Das Handy ist aus. Bleibt heute aus. Zwei Sätze – unnahbar. Information abbestellt. Raum für Trägheit. Für Leere. Das Gehirn, faul. Kein Dauerrauschen. Kein Selektieren. Keine WhatsApp-Videos, keine Bilder, die den Intellekt beleidigen. Kein Ja, kein Nein. Ruhe.

Stummgeschaltet. Es liegt da – morgens, abends noch – auf dem Tisch. Ich schreibe diesen Text, dann klappe ich das Notebook zu. Will keine Information. Ich überlebe. Desinformiert. Bewusst. Tatsächlich.

Handy-Fasten ist Einkehr. Nicht Leistung, nicht Ziel. Nur Bereitschaft zum stillen Erleben. 2008: der Bruch. Steve Jobs hält das iPhone hoch. Seitdem: Kontrolle. Nicht durch uns – über uns. Der Spion Smartphone herrscht, beherrscht unser Leben.

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