Ab sofort besaufe ich mich täglich. Es ist ein Wegsacken in die Utopie menschlicher Empathie. Die gab es nämlich nie. Wenige, vermeintliche Trottel versuchen den geraden Weg zu suchen, doch die Macheten erschlagen sie, wenn sie sich den Weg freischneiden, der nur ihnen genügt. Das ist so verfügt. Das Betrinken macht Sinn. Wird man ermordet, merkt man nichts. Es ist die Bestäubung einer steten Betäubung, die nicht hilft, nur das wegballert, was als unerträglich erkannt wurde. Hilfe. Nein, nicht für mich. Hilfe – für was? Dass ich menschlichen Schwachsinn ertrage, mich nicht mehr befrage, was mir wichtig ist, weil es herrschaftlich nicht mehr gewollt wird? Ich schweige ja schon. Wie sagen die Kritiklosen: „Alles gut.“ Es ist immer alles gut. Also bringe ich mich langsam um. Das ist gut. Alles gut. Da ändert sich nichts mehr. Der Mensch bewegt sich in eine Richtung, ich auch. Ich huldige keinem fremden Götzen. Ich besaufe mich und ertrage dann das Aufwachen nicht. Weil niemand aufwacht und das bespricht, was der Gesellschaft das Rückgrat bricht – so es je vorhanden war. Ich betrinke mich. Früher gelegentlich, heute ständig. Ich brauche keinen Grund mehr, denn ich sehe ihn nicht.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen