Menschen machen, was sie wollen. Und das ist gut so. Entscheidungen zu treffen, prägt uns, sie geben uns Richtung und Form. Wer sich jedoch vor Entscheidungen scheut, bleibt oft stehen, was nicht immer falsch ist, aber letztlich in Passivität mündet. Zögerlichkeit kann eine Tugend sein, doch nicht ohne Risiko.
Wer eine Überzeugung in sich trägt, aber nicht danach handelt, verliert sich in der Grauzone der Möglichkeiten. Ein solcher Mensch wird zum Zuschauer des eigenen Lebens, ein Opportunist, der seine Chancen verpasst. Diese Menschen fügen sich oft in ein System ein, das sie lediglich anleitet und lenkt, sie verlieren dabei ihre Eigenständigkeit und werden zu „Schafen“, die fremdbestimmt existieren. Das ist nicht mein Weg.
Menschen, die Entscheidungen scheuen, berühren mich selten. Mich inspiriert der spontane Entschluss, der Mut, der zur Reflexion und zum Hinterfragen anregt. Dies ist kein Drama im großen, bunten Spektrum unserer Selbsterfahrungen, die uns formen und beeinflussen. Aber es ist eine Frage des Charakters. Und gerade hier bin ich besonders aufmerksam. Denn Charakter zeigt sich im Handeln, und das ist es, was letztlich zählt. 2024
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