24 Oktober 2025

Langweiliges hoffen

Wieder hat mich ein neuer Tag aufgerufen. Macht er öfters. Wer ist da verantwortlich? Wer hat mich zum Tag hinzugefügt? Was soll das? Diese Fragen stelle ich mir nicht. Das negiere ich bewusst, glaube ich, vielleicht auch bewusst unbewusst. Ich bin mir dessen bewusst? Nur diese kurze Minute gebe ich dafür, oder eine mehr.

Mich umringt der faule Wille, faul zu bleiben. Das macht das Leben aus. Bringt keinen Applaus. Wer wichtig ist, muss sich regen, steht mal im Regen oder daneben. Sie versuchen, mich zu zwingen, mit ihrem Erleben zu ringen. Gelingt immer seltener. Ob ich da dankbar bin? Wieso? Sollte ich? Wem? Euch? Weshalb? Wofür? Vielleicht solltet ihr mir dankbar sein. Ich halte mich da mal raus.

Dank ist eh verbraucht. Er suggeriert zuwendende Tätigkeit für den, der den Dank dann ausspricht, und für den, der meint, Dankbarkeit erwarten zu können. Wer weiß schon, was richtig oder falsch ist? Manche Menschen wissen das – vor denen habe ich Respekt. Sie können das Leben lesen und weiterreichen, was sie an Erkenntnis gewonnen haben. Da höre ich doch gerne weg, hin, oder so. Die Ironie des Lebens umschleicht mich hier.

Die Reflexion breitet sich aus in eine verstrickte Dimension, die Quellen lahmen, der Kontext wirkt nach. Alkoholische Getränke bewerben mich. Zu Recht. Da bin ich offen. Alles andere ist langweiliges Hoffen.

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