30 März 2026

Halbe/halbe

In der Asketenhälfte tummle ich mich nicht herum. Das kommt nicht in Frage. Ich bin da auf der anderen Seite. Wer wo ist ... das ist nicht meine Aufgabe zu beurteilen. Ich beurteile meine Hälfte schon nicht; was sollte mich das alles angehen? Dieses „Angehen“ ist mir ohnehin zu viel. Es gibt eh nur zwei Hälften, die das Ganze zu einer runden Sache verdichten wollen. Das gelingt nicht – kann es ja auch nicht.

Mir gefällt das Gegengewicht, auch wenn es gegen mich spricht – oder gerade deswegen nicht. Eine kleine Rolle oder das große Ding wirbelt da herum. Gut so. Ich schaue zu, von meiner Seite aus, von meiner Hälfte. Gut, dass ihr drüben bleibt. Das muss so sein, sage ich mir und belüge mich vielleicht selbst dabei. Ich sage mir: „Höre mal zu, das geht dich alles nichts an.“ Doch meine Hälfte sagt: „Doch.“ Die habe ich noch nie so richtig gemocht, und deine erst recht nicht.

Ein Ganzes gibt das nie. Und das ist auch gut so. „Ganz und gar“ gibt es nämlich nicht. Eine Hälfte vielleicht, oder die Hälfte von der Hälfte – dieser Teil, der sich in unser aller Herzen schwingt. Ich halbiere nichts mehr, schaut her, nicht mehr. Zusammen sind wir stark, sagt meine Hälfte zu deiner.

März26`

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen