14 Oktober 2021

ein/geschneit

eingeschneit, wie diese hütte dort auf der alm. jener adler auf dem dach erinnert mich daran, dass ich nicht fort kann; von mir. 

von dieser eingeschneiten hütte, dieser vision von gefangener einsamkeit und gelebter authentischer zufriedenheit. 

der wunsch nach wärme sucht den ofen, der noch kalt ist. du willst das feuer entfachen, doch deine begrifflichkeiten verwehen im schneegestöber längst verbrauchter eitelkeit, die doch hier oben gefesselt, eisig ihre Wichtigkeit entgültig verlässt. 

salsamusik dringt aus dem schneegebäude, sie passt nicht hier her, diese vitale musik in die eingeschneite ruhe; doch das bestimmst nicht du, denn neue gedanken verlangen dein ich. 

der adler schwingt sich in die lüfte; er ist nicht eingeschneit, wie ich. ich bleibe hier in dieser hütte auf diesem berg bis es (in mir) taut, die lust nach diesem melancholischen mehr macht sich bei mir breit; eingeschneit.

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