ok, sagt der siebzigjährige, in fünf jahren mache ich jenes, das, diesen plan habe ich und diesen. das will ich tun, oder das. plant sein leben durch. hat er nicht gelernt, dass sich das leben immer anders aufstellt, es selten so kommt, wie geplant. hat er recht, so weiter zu planen wie er es sein leben lang getan, sich gegen widerstände durchsetzend, voller Vorfreude, darauf, dass sein plan aufgeht?
ok, sagt sein siebzigjähriger freund, ich kenne dich du bist so, ich respektiere das. ich will jedoch nicht so planbetont leben, habe das nie getan. das leben, mein leben, soll fließen; erfahrungen, menschen, kommen und gehen, ich bin immer auf dieser reise, zu mir, zu dir, zu den menschen die mit mir sein möchten, ein kleines stück dabei sein wollen; ein großes stück. man kann nicht planen, wem man begegnet, das ist eine stete überraschung, ich sage dir, das macht mein leben aus.
ich möchte mein leben als eine reise sehen. ich erschöpfe mich im leben, ich erhole mich am leben, ich schreite voran und weiche auch zurück, manchmal halte ich inne, reflektiere, doch das irritiert mich nur.
weißt du ich sehe mein letztes lebensdrittel viel klarer als die lebensabschnitte zuvor, in denen ich mich um familie und beruf kümmern musste.
so what? einfach auf das leben zugehen, in ihm schwimmen, oder auf ihm, vielleicht sogar mit diesem stand_up_board.
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