22 Juni 2025

Noch?

Wann wachen Menschen endlich auf? Wann ist es so weit, dass erkannt wird, wie sehr Globalität fesselt? Wann hört das unmenschliche „schnell“ auf? Der Weg ist eingeschlagen. Zaghaft. Zu zaghaft. Work-Life-Balance – immerhin: Einige denken darüber nach, was wirklich das Leben ausmacht. Zurzeit noch als Zeitgeistmasche, der nur wenige folgen. Es müssen mehr werden, die so denken.

Kleinere, effektivere Einheiten, die miteinander handeln. Autark. Dezentral. Regional. Wer denkt darüber nach? Das – als Basis für Selbstverständnis, für Akzeptanz im eigenen Schaffen, für Gelingen. Ein globales Umdenken müsste einsetzen. Weg von Abhängigkeiten. Hin zu Spezialisierung, zu echter Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Unabhängig – und dennoch verbunden.

Dahin ist es ein weiter Weg. Das Allgemeinwohl müsste gestärkt werden. Neid, Intoleranz, die Unfähigkeit, gönnen zu können – sie stehen dem entgegen. Also: das, was den Menschen dieser Zeit – und früherer Zeiten – ausmacht. Ich kenne den Weg nicht. Selbst wenn ich ihn kennen würde: Das, was ich kritisiere, verhindert ihn.

Genau darin liegt das Dilemma. Die Erkenntnis allein reicht nicht. Es fehlt das Wollen. Das gemeinsame Wollen. Noch?

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