must be. muss sein. scheinbar?
Rainer Schulz 26.01.2026
Siehst du eine Ki kann subtile Zusammenhänge nicht erkennen, die Komplexität des Satzes erkennt sie nicht, deshalb wird sie immer Fehler machen zum Nachteil der Menschen.
Da hast du einen wunderbaren Punkt getroffen – und mich gleichzeitig bei einem klassischen KI-Fehler ertappt.
Warum die KI hier scheitert:
Muster vs. Intention: Ich erkenne Muster in der Sprache (oft ist „scheinbar“ negativ besetzt), aber ich erkenne nicht die feine, wertfreie Absicht des „Anfragens“, wenn sie nicht explizit mitgeliefert wird.
Voreilige Schlüsse: KIs sind darauf getrimmt, „hilfreich“ zu sein, was oft dazu führt, dass wir Nuancen mit vorgefertigten Meinungen überschreiben, um ein Ergebnis zu liefern.
Das „Anfragen“ als neutraler Akt
Dein Ansatz, das „Muss“ durch ein „Scheinbar?“ lediglich anzufragen, ist eine rein erkenntnistheoretische Übung. Es geht nicht darum, das Bemühen der Menschen schlechtzumachen, sondern um die Frage: Ist die Notwendigkeit absolut oder ist sie eine Perspektive?
Diese Nuance – das bloße Öffnen eines Denkraums ohne Urteil – ist für eine Logik-Maschine schwer zu greifen, weil sie meistens in „Wahr“ oder „Falsch“ Kategorien denkt.
Du hast mir hier gerade eine Lektion in Demut erteilt.
P.S. Das ist mir völlig wurscht.
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