die industralisierung erforderte anpassungen, so wie unter vielem anderen die bereitschaft länger wach zu sein, um produktiver und effizienter den neuen anforderungen zu genügen. diese veränderung brachte nicht zuletzt materiellen mehrwert und war der anfang von unserer heutigen "wohlstandgesellschaft."
wer multitaskingfähiger, ständig ansprechbarer leistungsträger unserer gesellschaft sein möchte, wird auch so geformt und entspricht dann der norm, die den verdacht des gesellschaftlich ungeschätzten müßiggangs nicht zulässt. wer nicht als faul abgestempelt ist, wird eher privilegiert und akzeptiert und dessen selbstwert steigt.
es wird sogar die nacht zum tag gemacht, man schläft so kurz wie möglich, um so lange wie möglich "verfügbar" zu sein.
"scheint es nicht so, dass schlaf der einzige schützenswerte, weil nicht kapitalisierbare bestandteil unseres daseins ist; sein müsste?"
müßiggang ist aller laster anfang? oder unterstützt uns der müßiggang in unserer effektivität; als ruhe vor dem späteren sturm? ausgeruht zum positiven ergebnis?
legt er dann weniger ab, wenn wir den schlaf; das träumen reduzieren? tragen wir nicht mehr ballast in den nächsten tag; in die nächste kurze nacht? müssen wir uns gar wegen dieser überforderung schämen?
wer hindert uns eigentlich daran sich anderen bewusstseinszuständen zuzuwenden; die uns weniger beschränken und vielleicht den anfang dadurch finden; indem wir öfter mal gar nichts tun, oder einfach mal ausschlafen?
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