12 September 2018

schreiben/über/mich

ich schreibe gerne. die gedanken müssen raus. ob das öffentlich sein muss? ja, sagt meine eitelkeit; es ist schön wenn menschen lesen, was andere menschen denken. danke dafür. 

meine form des nachdenkens, ist schreiben. da habe ich zeit. diese zeit brauche ich zum reflektieren. diejenigen, die schlaue sätze spontan sprechen; zu denen; gehöre ich nicht. ich kann das nicht.


schreiben, heißt lesen. es ist etwas persönliches, grundsätzliches; ja ich lese, gucke immer wieder nach, prüfe hier und dort; vergewissere mich. der eine schreibt, der andere liest. 


ich kann mir zeit nehmen, entschleunigen, in mir ruhen, diesen satz schreiben, oder eben nicht. beim schreiben bin ich allein, mit meinen gedanken; mit mir. 


es scheint wie ein schriftlicher exibitionismus um den freien geist? die entschlackung der seele für neue träume? schreiben meiner gedanken; als das atmen der seele? nichts von dem wird bestritten!


so räume ich in meinen gedanken, in meinen träumen herum; stelle dieses dahin, jenes dort; anderes nicht; oder ich räume meine gedanken auf. schreibe sie hinweg. entledige mich. 

überlasse sie dem nächsten, so er es zulässt. so sind meine gedanken nicht mehr allein, das ist aber nicht mein motiv. der kopf muss leer werden und so schreibe ich; über mich; vielleicht auch über dich.





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