12 September 2018

verbal/monopol(y)

monopol. es gibt sie die wortmonopolisten! eigens erschaffene alphabeten, als jongleure der neuzeitlichen dynamik für gesprochenens wortgefühl; das ihr "neues lebensdogma" gesellschaftlich durchsetzen soll. so erlebt man staunend deren monolog. 

sie vernetzen die buchstaben zu worthülsen, sätzen; die genügen müssen um jene zu überfordern, die einschätzen wollen, sollten; jedoch hilflos den verbalen stakkatos der  selbstbefriedeten mehrdenker ausgesetzt sind,  die den neugeist des gesellschaftlichen konsens zu entwickeln suchen; wie sie sagen. 


diese philosophie stellt wortgenau sämtliche ambivalente kritik des zuhörerenden und sei sie noch so devot vorgetragen, in den schatten des gestern; der spießigen antiquiertheit und erreicht mit seiner wucht oft zielgerichtet den angestrebten höheren persönlichen mehrwert, den es doch schon zu schulzeiten gelehrt; der allgemeinheit abzuringen gilt? 


hier gibt es keinen wortpool der sich zusehends erschöpft, der dem zuhörer raum zur nachdenklichkeit lässt. jenem zuhörer eben, der verzweifelt versucht mitzuhalten in diesem verbal/monopoly und vergisst, das er es vordem nie vermisst hatte, dieses nun neue gesellschaftsspiel, diesen nun neuen text; dieses "we are the next".....oder "amerika first".




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