Nicht alles, was glänzt, ist kostbar – und nicht alles, was kostbar ist, will glänzen. In einer Welt, die Sichtbarkeit mit Wert verwechselt, geraten jene in Vergessenheit, die sich der Zähmung widersetzen. Ein Text über das Unverfügbare.
Was sich fügt, verliert. Glanz ist das Ergebnis von Schleifung – und Geschliffenes ist eine Entscheidung gegen das Unverfügbare. Der Rohdiamant, das Wildpferd: Sie tragen Wert, weil sie sich entziehen. Nicht, weil sie selten sind, sondern weil sie nicht mitspielen.
Wer zähmt, löscht den Widerstand. Wer ordnet, beendet das Offene. Der Preis ist Stille. Kein Rätsel mehr, kein Trotz, kein Moment des Staunens. Nur Glanz, nur Form, nur Führung.
Vielleicht liegt im Ungefügten der letzte Sinn. Nicht weil es sich beweist, sondern weil es bleibt – unangepasst, ungezählt, ungebrochen.
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