Erklärungen will keiner hören. Nicht von anderen Menschen. Dieser Blog beweist das. Neugierde treibt an. Mehr nicht. Was hat er jetzt schon wieder geschrieben? Der nicht vorhandene Ruf wird ramponiert, ruiniert, je mehr man sich exponiert. Die Punkerkneipe ist besser. Eine Pulle Wodka vielleicht. Heute – jetzt – kapiere ich wieder nichts.
Wenn ich mein Leben neu beginnen könnte, würde ich früher einsehen, was für ein Trottel ich bin. Ich würde rechtzeitig begreifen, welcher schnöselige Zigarettenschnorrer mich umschleicht und mich in dieses Leben drängt. Ich würde kapieren – vielleicht –, dass nichts trägt. Nicht weiter. Je mehr ich spreche, schreibe, desto mehr flackert das Licht, das keiner angemacht hat.
Ich würde mich rechtzeitig von mir trennen. Ich wünschte mir dann: nichts. Ich würde nachts nach Indien fahren. Als Baghwan einen Harem gründen und die Liebe verbalisieren, bis es dann wirklich alle kapieren. Wenn alle gleich sind, wäre ich anders. Als Sadhu himself. Einfacher, glänzender verpackt. Aber reich beschenkt mit den Unwegbarkeiten meiner Struktur – ich würde erkennend leben, rund um die Uhr.
Pizza wäre das Verbindungsglied, und wer sich verbindet, betritt mein Gebiet. Oder ich wäre ein Möbelstück, ganz real: ein Lastwagenlastenregal.
Alle meine Träume treten an gegen das, was ist. Sie verlieren. Immer. Deshalb: gebärt mich neu. Meine Freunde sind die Zeit und die Bereitschaft zur ergiebigen Kraft.
Ich als Comicheld mit dem Zaubertrank, gebraut im Labor der urbanen Abstinenz. Ein Absint, der mich straucheln lässt. Und dann mein Dudelsack – den spiele ich nachts um vier. Bei dir. Klänge für die hinteren Ränge.
Die Hantel, mein Zauberstab, liegt längst in der Ecke. Den erhebe ich nicht mehr. Keine gebrauchte Religion. Weg damit, denn was bringt uns das schon?
Und wäre mein Leben dann zu Ende, die Leiter hin zum Himmelstor. Verstimmte Klingel.
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