du kannst die schlange nicht einfach herausziehen, denn sie hat sich mit deiner zunge verflochten, untrennbar, als wäre sie der ursprung jedes wortes, das du je gesprochen hast. sie ist kein fremdkörper, sondern eine symbiose, die dich formt. versuchst du, sie gewaltsam zu entreißen, bleibt nichts als ein verstümmeltes schweigen zurück. doch wenn du zubeißt, bist du es, der entscheidet, was vergeht und was bleibt.
so biss er zu. und spie den kopf der schlange weit fort, ein triumph, ein akt der befreiung – bis er das gift spürte. nicht in den adern, sondern im nachhall seiner stimme, in der unmerklichen fäulnis der letzten worte. es war nicht die schlange, die ihn vergiftet hatte, sondern das sprechen selbst. wer schweigt, bleibt unberührt. doch was ist eine unversehrte zunge wert, wenn sie nie benutzt wurde?
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