12 März 2025

"bescheidene meinung."

weine sind nicht meine priorität. waren es nie, denn ich trinke lieber bier. bevorzugt dann, wenn ich mich betrinken will, erkläre ich auch noch den schnaps zum könig. den whiskey. und alles, was mich betäubt. zu irgendetwas muss das zeug doch gut sein. und wenn es zum früheren ableben ist. will niemand, frühzeitig nicht. frühzeitig will jeder für sich selbst definieren. geht nicht. also trinke ich. zu viel. gelegentlich, doch bewusst. allen kritikern widersprechend, die meinen, länger zu leben, länger leben zu müssen, weil ohne sie die welt ärmer wäre. vielleicht. wer das meint – das ist ok. ich betrinke mich lieber. nuanciert, aber stetig. der pegel muss die balance zur unerträglichkeit ausgleichen, als wäre er die waage, die meine empfindungen vermittelt. 

traut euch, ihr trinkenden. die gesellschaft trinkt auch. sie gibt es nur nicht zu. bis auf jene, die das ewige leben erfinden. man stelle sich vor, ewig zu leben. mit allen erfahrungen, die man mit der welt und den menschen gemacht hat. das war doch der weg, der mich zur betäubung bat. wer trinkt, stirbt. wer nicht trinkt, stirbt auch. das ist doch eine einfache geschichte. nur wer sein ganzes erleben im leben auf sich nimmt, ohne betäubungsmöglichkeit – dem ist nach meiner bescheidenen meinung nicht mehr zu helfen.

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