nun komm schon. ich sehe doch, was du tust. du erzählst mir etwas, das du selbst nicht glauben kannst, und erwartest, dass ich es dir abnehme. als wäre das spiel, das du spielst, nur dann reizvoll, wenn jemand mitspielt. aber ich sehe es. ich sehe, wie du dich inszenierst, dich in deiner eigenen erzählung einnistest, als wäre sie wahr, nur weil du sie wiederholst.
und weißt du was? es amüsiert mich. nicht, weil ich dich nicht ernst nehme, sondern weil du es so meisterhaft beherrschst. weil du dich mit einer selbstverständlichkeit über dich selbst hinwegsetzt, die fast schon bewundernswert ist. ich nehme es hin, nicht aus nachsicht, sondern weil es ein muster ist, das mich interessiert.
aber unterschätz mich nicht. ich sehe die lücken in deiner fassade, die momente, in denen du selbst nicht mehr sicher bist, ob du dir glauben kannst. warum tust du das? ist es gewohnheit, ein reflex, oder brauchst du es, damit niemand sieht, was dahinter liegt? glaubst du wirklich, dass ich es nicht erkenne?
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