die welt dreht sich weiter, dreht sich uns entgegen, gegen uns. es ist eine schraube, die sich immer weiter zuzieht, ohne pause. und wir? wir stehen da, in unserem käfig, den wir uns selbst erbaut haben. wir, die wir nicht gelernt haben, die gefahren zu erkennen, die vor uns liegen.
immer wieder wurde zugesehen, ohne wirklich hinzusehen. immer wieder wurde zugelassen, dass andere die welt nach ihren regeln beherrschen. wir erkennen nicht, dass der regen, der uns nass macht, nicht durch natürliche tropfen wirkt.
im regen wird man nass. niemand bleibt trocken, das wissen wir. so fliehen wir, wollen uns unterzustellen, doch die tropfen finden ihren weg, durch die ränder, durch das dach.
wir flicken, reparieren, aber das tropfen hört nie auf. wir glauben, es sei der regen. doch es ist mehr. der käfig, den wir um uns selbst bauen, ist nicht aus stahl, sondern aus der bequemen naivität, dass wir das spiel verstehen, ohne es zu hinterfragen.
die mächtigen der welt stellen diesen käfig dort hin, wo sie ihn brauchen. sie hängen den schlüssel an ihren bund. die sonne trocknet selten, und auch sie kann nichts daran ändern, dass der käfig bleibt. und wir? wir glauben noch immer, dass wir den ausweg finden, während wir nie wirklich gelernt haben, wie wir den käfig erkennen können.
weinen später, wir erkennen, dass wir uns selbst in den käfig gesperrt haben. und dann? bauen wir den nächsten, noch enger. begreifen lange schon zur nebensache und wir sind nicht bereit. wann endlich ist es soweit?
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