wäre ich das unterbewusstsein, wüsste ich, wie beeinflussung funktioniert, ohne als solche erkannt zu werden. ich wäre der raum, in dem entscheidungen fallen, bevor sie bewusst getroffen werden. keine befehle, kein aktives steuern – nur verschobene gewichte, die richtungen vorgeben, ohne dass sie auffallen.
ich würde mit erinnerungen spielen, mit erfahrungen, mit all den dingen, die sich unbemerkt verfestigen. nicht mit worten, sondern mit gewohnheiten. nicht mit argumenten, sondern mit einem gefühl von selbstverständlichkeit. was als spontane einsicht erscheint, wäre oft nur das endergebnis einer lange vorbereiteten spur.
doch wer mich begreifen will, verliert mich aus den augen. ich bin kein gegenstand, den man festhält, sondern ein prozess, der sich im moment der beobachtung wandelt. man kann sich meiner wirkung bewusst werden, aber nicht ohne weiteres entkommen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen