17 April 2025

zwischen/raum

es ist diese gesellschaftliche ermüdung, die mich in einen raum zieht, in dem leben und traum miteinander verschmelzen. 

hier gibt es keine klare trennung zwischen wachsein und träumen – es ist ein fließendes miteinander, das sich nicht festhalten lässt. es fühlt sich an, als würde ich gleichzeitig verlieren und finden, ohne zu wissen, wo eines endet und das andere beginnt.

dieser raum gehört nur mir, ein freiraum, in dem äußere einflüsse ihre macht verlieren. es ist der ort, an dem ich keine fragen stelle, an dem ich nicht festlege, was ich bin. ich lasse einfach zu, was kommt – ohne an den gewohnten normen des seins festzuhalten.

der traum ist nicht länger nur eine flüchtige nächtliche vision, sondern ein bestandteil des lebens, der mich prägt. das leben selbst wird zum traum, der mich weiterträgt. 

es ist kein separater raum, sondern ein fließen, das das eine ins andere überführt. in diesem raum gibt es keine trennung zwischen dem, was wir sehen, und dem, was wir fühlen.

ich bin ein träumer geworden, aber nicht im sinne eines philosophischen säufers, oder kultgeartetem  minnesänger der träume in worte versteckt, vielmehr habe ich den raum für mich gefunden, in dem das leben und der traum sich gegenseitig befruchten und erweitern. 

hier gibt es keine aufgezwungene grenze zwischen dem realen und dem surrealen – sie fließen ineinander. der illusionäre träumer, der ich geworden bin, ist nicht abgekapselt, sondern im leben eingebunden, ohne den drang, es zu kontrollieren oder zu verstehen.

ich betrete diesen raum: im ewigen tanz zwischen leben und traum, wo jeder moment eine neue möglichkeit ist, zu sein und mich zu verlieren, nur um mich in der nächsten fließenden bewegung wiederzufinden.

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