25 April 2025

das saxophon

herzlichen glückwunsch zu diesem jazz. deinem raum. nichts drängt, nichts will. das klingt einfach.

klassik legt sich weich auf den vormittag, zieht sich über stühle, durch fenster, bleibt irgendwo zwischen takt und tageslicht hängen.

pop sitzt barfuß daneben. summt. nicht wichtig, aber wach. der rock hängt lose über der stuhllehne. stoff. vielleicht dein stil. vielleicht gitarre. vielleicht nur gewohnheit.

das orchester spielt längst. hatte vorher nie begonnen. spielt nicht für dich, nicht gegen dich. mich. es spielt. bläser atmen durch. streicher stimmen sich ab. kein dirigent, kein taktstock, nur konzertale bewegung.

ein saxophon, weit hinten, fast schon vergessen. es bleibt nicht. es kommt nicht. es ist da. drängt sich fast schmeichelnd in diese sinfonie.

zwischen all dem: dieser beat. nicht wirklich tanzbar. nicht fest. er ist einfach. wie leben geschieht, wenn es sich nicht erklären muss.

diese musik spielt sich durch das, was kommt. nichts will neu sein. und wird es vielleicht doch. ein sample flackert auf, bleibt unbenannt.

ein kleid rutscht zur seite, der rock klingt anders als gestern. nichts wird besonders, weil nichts versucht, es zu sein. erfahrung fließt. kein auftrag wächst. richtungen bleiben offen. und was erwartet das  ende? vielleicht applaus. vielleicht nur einen stillen blick, denn nichts muss. alles darf. alles klingt.


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