22 April 2025

„angebotene entspannung“

eine mir "angebotene entspannung." bravo. da schreitet jemand nicht voran, sondern verkörpert mehr sein leben, seine eigene erfahrung hin zu jenem ersten schritt, der nach dynamischer verweigerung ringt, zumindest dann und wann.

dann nämlich, wenn nichts übrig zu bleiben scheint von dem, was durch gesellschaften definiert und klar gemacht wurde, was den eigenen kopf durchleuchtete, aber nicht hängen blieb. 

angebot. da geht es schon los. ich lasse es zu, so es in meinem derzeitigen interesse infiltriert vorliegt. und zwar gerne. nur um im nächsten moment wieder wegzugleiten aus der fremden erfahrung, die mich kurz berührte, zu verführen suchte, vielleicht. oder doch nicht.

auch möglich, dass da etwas blieb. aber nicht lang genug, um es zu behalten. das reflektiere ich dann, wenn ich mich verlasse. zulasse, dass das geschieht. und doch wieder zurückkehre, zu dem angebot, das mich doch auch reizt, weil es nichts fordert. 

und genau da schleicht sich etwas ein: der wunsch nach klarheit, der sich sogleich wieder zurückzieht, wenn er mit bedeutung verwechselt wird.

ich sehe kein problem darin, nichts zu wollen, außer den kopf zu lüften. oder manchmal auch das nicht. 

was da an bedeutung festgemacht werden will, löst sich auf im zugriff, nicht weil es schwach ist, sondern weil es nie primär wurde. 

ich könnte gleichschritt aufnehmen, mit diesem persönlichen angebot, in dieser zeit. aber dann wäre ich irgendwo mit drinnen, und das ist nicht immer das, was sich aufdrängt.

also gehe ich lieber nur einen kleinen schritt darauf zu, weiche zurück, ganz nach empfinden, ganz nach inkompetenter nachlässigkeit in diesem bereich, die sich diesmal bei mir durchzusetzen droht. 

was das heißt? nichts konkretes. manchmal dann, wenn ich woanders bin, mir meine entspannung selbst zu besorgen bereit bin. nicht weil es besser ist, sondern stiller.

bedeutung lasse ich nur zu, wenn ich will, das finde ich gut. erklären, was wer wo hineinlegt, ist nicht teil meiner bewegten fantasie oder meiner fehlenden intension. das, was daraus gemacht wird, bleibt also außerhalb meiner absicht. das bedeutet nicht, dass nichts gemeint ist, sondern dass nichts festgezurrt wird.

so wie das leben selbst, das keine fesseln wünscht.  tritt bedeutung hier nicht als botschaft auf, sondern als atmosphäre, wenn überhaupt. 

das angebot der entspannung verweist auf nichts außer sich selbst – und gerade dadurch entsteht ein luftiger raum. ein eigener moment, vielleicht. das könnte das angebot attraktiver machen. vielleicht auch nicht.

doch dann verzichte ich wieder auf dessen zerstreuende wirkung. dann nämlich, wenn ich nicht bereit zur kommunikation bin, weil ich nicht wissen will, wo sie hinführt und ob das ganze auch funktioniert. auch das will ich nicht wissen. und wenn doch, ist es schon wieder vorbei.

das ist es, was mir schlussendlich ja auch nicht die unwichtigkeit nehmen wird, die ich in mir spüre. wenn doch, dann würden wieder ansprüche an mich gestellt werden können, die ich selten bedienen möchte und will.

das alles sage ich nicht aus trotz, sondern weil ich keine erklärung liefern will, wo keine gewünscht ist. keine bedeutung, kein fazit. keine aufforderung. kein ergebnis. nur ein zustand. der bleibt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen